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August 2011

MS WISSENSCHAFT kommt in den Dortmunder Stadthafen am Alten Hafenamt

29. August 2011 13:59 - 31. August 2011 14:00

Initiative Wissenschaft im Dialog präsentiert Ausstellung „Neue Wege in der Medizin“ mit zwei Beiträgen aus Dortmunder Forschungsinstituten.

Das Ausstellungsschiff „MS Wissenschaft – Neue Wege in der Medizin“ macht auf seiner Tour durch Deutschland und Österreich vom 29. bis 31.08.2011 im Dortmunder Stadthafen / Altes Hafenamt fest. Zu sehen ist eine Ausstellung zu Themen der Gesundheitsforschung, die faszinierende Einblicke in die aktuelle Forschung bietet. Mit an Bord sind zwei Exponate aus Dortmunder Instituten. Die Ausstellung ist Teil der Dortmunder Aktionen im Rahmen des Wissenschaftsjahrs 2011 – „Forschung für unsere Gesundheit“. Der Eintritt ist frei.

Die Wissenschaftsausstellung an Bord der MS Wissenschaft zeigt, woran Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler arbeiten, um Krankheiten zu erkennen und zu heilen und die Lebensqualität der Menschen zu steigern.

Durch Mitmachen und Ausprobieren erfahren die Besucher beispielsweise, wie aus Tiefseeschwämmen Medikamente entwickelt werden. Sie können einen Blick ins menschliche Gehirn werfen und ausprobieren, wie sich „Alt sein“ anfühlt. Rund 30 Ausstellungsstationen auf 600 Quadratmetern zeigen Prozesse im Körper, erklären bildgebende und diagnostische Verfahren und geben Einblicke in die Medikamentenentwicklung, Rehabilitation und Medizintechnik. Von zwei Dortmunder Forschungsinstituten werden Exponate zu den Themen „Kosmos Körper“ und „Gesundheit geht alle an“ beigesteuert:

Dortmunder Leibniz-Institut für Arbeitsforschung:

Die Selbstheilungskräfte der Leber – Wie sich unser größtes Organ immer wieder erneuert

Die Leber ist eine Art „Gewerbepark des Körpers“. Hier werden Substanzen hergestellt, umgebaut, weitergeleitet oder gelagert. Schädliche Stoffe werden entgiftet und können ausgeschieden werden. Institutsdirektor Jan Hengstler verdeutlicht diese Leistungen der Leber: „In der antiken Sage von Prometheus und dem Adler frisst der Vogel täglich Teile der Leber des Bestraften – die aber bis zum nächsten Tag wieder nachwachsen. In der Tat hat die Leber eine enorme Fähigkeit, sich von Schäden selbst zu heilen. In bestimmten Situationen versagt aber diese Erholungsfähigkeit und wir versuchen herauszufinden, warum das passiert.“ In der Ausstellung werden neue Techniken gezeigt, mit denen man bis in den mikroskopisch kleinen Maßstab in die Leber „hineinschauen“ kann. Dadurch konnte aufgeklärt werden, „welcher Film abgespielt“ wird, wenn sich die Leber von Schäden erholt – oder eben nicht!